Colunistas

01/04/2012

matéria de: Anja Dullius

Lissi AHAI 917 - Text: Zukunft braucht Herkunft/Tradition mit Innovation

Zukunft braucht Herkunft -  Lissi Bender – Dozentin der UNISC  - lissi@unisc.br

Die Verbindung von Tradition mit Innovation kann man in Deutschland überall erleben und gehört zu seiner Entwicklungspolitik. Unter Tradition versteht sich die Überlieferung,  das Weitergeben, das Bewahren von dem was in der Vergangenheit erschaffen, errichtet wurde.  "Tradition ist die Gesamtheit des Wissens, der Fähigkeiten und der Verhaltensweisen, die von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden"

Der große Klassiker der deutschen Literatur Friedrich Schiller (1759-1805) verstand schon damals Tradition als die „Quelle aller Geschichte“ und er ergänzte: „und das Organ der Tradition ist die Sprache“.  Für die Schriftstellerin Ricarda Huch (1864-1947) ist Tradition die„gesiebte Vernunft des gesamten Volkes aus einem Jahrhundert in das andere." Für den deutschen Komponist Gustav Mahler (1860-1911) ist Tradition  „die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche." Max Reitner, der bayerische Vorstand des Trachten-Vereins geht noch weiter: "Treu dem guten alten Brauch“ sagt er, und damit meint er, dass man gute Werte und Überlieferungen in die Gegenwart integrieren sollte, und sie mit den Erkenntnissen der Gegenwart sinnvoll weiter entwickeln sollte. Was nicht bedeutet, dass wir uns ausschließlich an der Vergangenheit orientieren sollen, sondern, dass wir das behalten und weitertragen, was gut ist und auch in unserer Zeit ebenfalls noch wert ist, dass man es tut und in dem man es tut, das gesamte gemeinschaftliche Leben stärkt und Heimat pflegt.

In einer Welt, in der man innerhalb von 24 Stunden einmal um die Erde reisen kann, erleben Tradition, Brauchtum und Heimatverbundenheit eine Renaissance in Deutschland. Denn wer weiß, wo er herkommt, weiß wohin er möchte, sagte man mir. Und so kommt es, dass in Deutschland, trotz Globalisierung, in vielen  Regionen die jeweiligen Besonderheiten mehr denn je gepflegt werden. Zukunft braucht Herkunft, heißt es immer öfter im deutschen Land.

Wenn wir uns unserer Vergangenheit zuwenden, wenn wir betrachten was die  Vorangegangenen Generationen uns hinterlassen haben, dann erkennen  wir, dass die Region von Santa Cruz reich an Überlieferungen ist. Was wir eigentlich lernen müssen, istdiese hinterlassenen Güter effektiver in die Gegenwart integrieren, damit das „Feuer“, das uns Wege in die Zukunft weist, nicht ausgeht. Tradition brauchtEnthusiasmus, Beständigkeit undHingabe. Tradition will gepflegt sein. Zu ihrer Pflege trägt  jeder Einzelner Verantwortung, und indem  sich alle zusammen für den Erhalt der Überlieferungen einsetzen, werden sie gestärkt undkönnen auch das Leben der kommenden Generationen bereichern.

Zu den vielen geerbten Traditionen gehört die Lesetradition. Aus Deutschland brachten die Deutschen diese Tradition hierher mit. Die meisten konnten lesen und schreiben, brachten Bücher mit im Gepäck. In der Region pflegten sie diese Tradition weiter, in dem sie Schulen und Presse einrichteten. Aus Deutschland ließen sie Bücher kommen, viele Zeitschriften und Zeitungen wurden in der Region herausgegeben. Unter ihnen war die Kolonie die meist gelesene Zeitung über viele Jahrzehnte hindurch. In der Schule lernten die Menschen lesen, in den Büchern und Zeitungen pflegten sie Lektüre. Diese Tradition wurde seit dem Verbot der deutschen Sprache stark abgeschwächt, aber sie ist noch vorhanden. Neue Zeitungen trugen dazu bei, dass weiterhin auch gelesen wird(zwar nicht mehr viel auf Deutsch, denn die Sprache wird leider nur selten in schriftlicher Form weitergegeben). Unter ihnen spielt seit 35 Jahren die RioVale  Zeitung eine wichtige Rolle in den Gemeinden der Region. Diese Woche zelebriert RioVale Jornal ihr Jubiläum und wir alle feiern mit und wünschen der Zeitung langes Leben zum Wohl unserer Lesetradition, denn ohne Lesen gibt es keine freien Menschen.

 

Nesta coluna reflito um pouco sobe o sentido do cultivo de tradições para a vida coletiva; inicio com a compreensão acerca de seu signifcado expresso porimportantes nomes da literatura e música alemã; falo do modelo alemão para o desenvolvimento do país  que une Tradição e Inovação. Um modelo que inclui o conhecimento e os bens produzidos pelas gerações antecessoras aliando-os ao conhecimento e aos bens contemporâneos para promover qualidade de vida. A reflexão culmina com a abordagem de uma tradição trazida pelos imigrantes e implantada na região – o gosto pela leitura – fomentada por suas escolas e pela imprensa.  Uma tradição fortemente abalada com a proibição do idioma alemão, mas que não impediu  esforços para que a chama da tradição se mantivesse acesa . Um desses esforços é o RioVale Jornal que esta semana celebra 35 anos de incentivo à tradição leitora entre nós.

Que o Jornal possa continuar somando aos demais esforços existentes  para promover a leitura em nossa região, pois sem leitura, sem bons leitores, não se constrói sujeitos pensantes, livres, socialmente engajados e participativos.

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