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Colunistas

01/12/2016

Zum Tod von Fidel Castro - von Ekhard Ernst Kupfer*

Die Nachricht vom Tod des kubanischen Revolutionärs und ehemaligem Staatspräsidenten Fidel Castro erzeugte weltweit Aufmerksamkeit.

Er wurde von vielen Politikern, Staatsmännern ebenso wie der weltweiten Presse als eine der wichtigsten politischen Führer des 20. Jahrhunderts dargestellt. Es ist schließlich eine gute humanistische Sitte, dass man sich beim Ableben eines Menschen an seine guten Taten erinnert und die schlechten erst einmal verdrängt.

Im Falle Fidel Castro: er war eine Figur der Generation nach dem 2. Weltkrieg. Die Welt teilte sich rasch in zwei Lager, die demokratische und kapitalistisch orientierte westliche Welt und den enormen sozialistisch-kommunistischen Block, angeführt von der Sowjetunion und der Regionalmacht China. Es waren zwei Weltanschauungen und daraus entstand ein Wettrüsten mit dem Ziel die Welt zu dominieren.

Erstaunlicherweise entwickelte sich gerade in der westlichen Welt eine junge Generation, die ihrer eigenen Gesellschaft gegenüber sehr kritisch war und Helden des kommunistischen Lagers idealisierte und verehrte, man denke nur an die Mao tse Tung-Bewunderung westlicher Studenten.

Als Fidel Castro mit seinen Gefolgsleuten aus der Sierra Madre hinab stieg und das korrupte Regime des Dikators Batista von der Insel fegte, hatte er die volle Sympathie, nicht nur des kommunistischen Lagers mit dem er sich ideologisch verband, sondern auch vieler demokratischer Kreise im Westen. Lediglich die USA, deren unmittelbarer Nachbar die Insel Kuba ist, war alarmiert, denn ein kommunistischer Verbündeter vor ihrer Haustür, das war ein heißes Eisen. Und so kam es auch im Jahr 1962 als die Sowjetunion versuchte nukleare Raketen auf der Insel zu installieren, welche eine direkte Bedrohung der USA gewesen wären.

Seit dieser Zeit wurde die Insel von der westlichen Welt isoliert und Kuba entwickelte sich zu einem kommunistischen Vorposten inmitten der Amerikas. Fidel Castros Regime kümmerte sich zunächst um die Bevölkerung des 10 Millionen Landes, indem er ihnen die Basisversorgung in der Erziehung und dem Gesundheitswesen gut und kostenlos garantierte. Dafür wurde aber erwartet, dass man sich staatskonform verhielt. Andere Meinungen und Ansichten wurden unterdrückt und verfolgt. Eine demokratische Entwicklung hatte nicht nur keine Chance, sondern wurde  unterbunden und deren Anhänger verfolgt, gefoltert und auch umgebracht. Damit war aber der Insel jede Möglichkeit der diversifizierten Entwicklung genommen. Das Land stand still.

Wenn man also heute Fidel Castro bewertet, muss man ihn in die Gruppe der Staatsführer einreihen, die eine gute Idee hatten, diese umsetzten, aber schlecht verwalteten und damit ein Land um fünfzig Jahre von der weltweiten Entwicklung abkoppelten. Dafür ist sicher eine große Heldenverehrung nicht gerechtfertigt.


*Eckhard Ernst Kupfer ist deutscher Journalist, Direktor des Martius-Staden-Instituts in São Paulo, Herausgeber der Jahrbücher des Instituts, Mitautor von “Fünf Jahrhunderte deutsch-brasilianische Beziehungen”, Kommentator der Radiosendung AHAI – Die deutsche Stunde der Gemeinden > Block 05 und Kolumnist bei www.brasilalemanha.com.br.
E-Mail: ekupfer@martiusstaden.org.br

 

 



Comentários

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Ludwig Gutschmied 02/12/2016, às 22:51

Vergleichen Sie aber mal das "demokratische" Haiti mit Kuba, sie waren anfangs auf gleichem Entwicklungsstand! Das soll keine Rechtfertigung der "undemokratischen" kubanischen Verhältnisse sein!


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