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27/04/2016

Strahlende Zukunft - 30 Jahre Tschernobyl - von Hnning Fülbier*

In der vergangenen Woche gedachte man weltweit der Atomkatastrophe im ukrainischen Tschernobyl. Am 26. April 1986 wurde in dem dortigen Atomkraftwerk ein Sicherheitstest durchgeführt, der aber missglückte.

Darauf explodierte ein Reaktorblock und verseuchte die Gegend um Tschernobyl hoch radioaktiv. 4000 Menschen starben bei dem Unglück. Langfristig geht man jedoch von über 1 Million Opfern aus, denn die gefährliche Strahlung wird bleiben. Eine radioaktive Wolke zog damals über halb Europa. In Deutschland war vor allem Bayern von radioaktivem Niederschlag betroffen. Fleisch von dortigen Wildschweinen, Pilze und Waldbeeren sind bist heute hochgradig belastet und dürfen daher nicht verzehrt werden.

Um das Kraftwerk von Tschernobyl wurde eine 30 km tiefe Sperrzone errichtet, wo nur noch wenige Menschen leben. Der verstrahlte Atommeiler wurde mit einer riesigen Schutzhülle aus Beton ummantelt. Damit wollte man verhindern, dass weiterhin gefährliche Radioaktivität in die Umwelt austritt. Das gelang aber nur begrenzt. Seit 2012 muss die Hülle erneuert werden. Deutschland beteiligt sich mit 300 Millionen Euros an dem Neubau. Aber immer noch leben Millionen Menschen in Russland und der Ukraine auf verseuchten Böden.

Wie hoch die Folgekosten des Unglücks von Tschernobyl insgesamt sind, lässt sich schwer abschätzen. Allein in Deutschland zahlte der Staat 272 Mio. Euros an hiesige Landwirte, weil ganze Ernten belastet waren.

Das Unglück von Tschernobyl müsste, wie auch das Unglück im japanischen Fukushima, den Glauben an die sichere, umweltfreundliche und billige Atomenergie eigentlich gründlich zerstört haben.

Leider ist das aber nicht so. Immer noch investieren einige Länder, u.a. China und Brasilien, in die gefährliche Atomindustrie, obwohl es bessere Alternativen gibt: Energie aus Sonne, Wind und Wasser.


*Henning Fülbier,  Regisseur, Theaterpädagoge und Autor, war neun Jahre lang Fachberater für Deutsch an südbrasilianischen Schulen von Rio Grande do Sul und Santa Catarina und Dozent für Deutsch als Fremdsprache am IFPLA in Ivoti, RS. Heute, u. a., unser Beobachter und Kommentator in Berlin für die Radiosendung AHAI – Die Deutsche Stunde der Gemeinden – Bl. 01 und Kolumnist bei www.brasilalemanha.com.br.
E-Mail: henning@fuelbier.de

 



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