Sonne-Mond-und Sterne-Fest? – von Henning Fülbier*

        Henning Fülbier

Radiosendung AHAI Nr. 1006 Kommentar Nr. 133 
 

 

Sonne, Mond und Sterne

 

Liebe Hörerinnen und Hörer,

 

in der vergangenen Woche habe ich ein neues Wort gelernt: Sonne-Mond-und-Sterne-Fest. Bekannter ist es bei uns allerdings unter einem anderen Namen, nämlich Martins-Tag. Er wird an vielen Orten in Deutschland am 11. November mit einem Umzug gefeiert. Ein Mann mit einem langen Umhang reitet auf einem Pferd voran, und viele Kinder folgen ihm singend und mit selbst gebastelten Laternen.

 

St. Martin, der spätere Bischof von Tours, starb am 11.11. Er lebte im 4. Jahrhundert und wird als Heiliger in gleicher Weise von Katholiken und Protestanten verehrt, weil er am Stadttor von Amiens seinen Mantel zerteilte und eine Hälfte einem Armen gab, der dort saß und fror.

 

In den vergangenen Tagen forderten in dem Bundesland Nordrhein-Westfalen Politiker der Linkspartei dazu auf, den Namen Martins-Tag doch zu streichen, damit muslimische Migranten sich von der christlichen Bezeichnung nicht diskriminiert fühlten. In Deutschland leben 7,2 Millionen Ausländer, von denen etwa 4 Mio. Muslime sind.

 

In dem Berliner Stadtteil Kreuzberg soll aus dem gleichen Grund der Weihnachtsmarkt in Winterfest umbenannt werden, damit auch Nichtchristen dorthin gehen und sich wohlfühlen können. Man stelle sich vor: Brasilianische Buddhisten fordern, dass der Christus auf dem Corcovado in Rio abgebaut werde, weil sie sich sonst in ihren Persönlichkeitsrechten missachtet fühlten!

 

Deutschland tut sich wieder einmal schwer mit seinen Einwanderern. Natürlich soll man fremde Kulturen und nichtchristliche Religionen unbedingt respektieren. In gleicher Weise ist es jedoch lächerlich und vollkommen inakzeptabel, wenn die Wurzeln unserer westlichen Kultur, die in der abendländisch-christlichen Tradition liegen, einfach verleugnet werden!

 

Bis zum nächsten Mal

Ihr

Henning Fülbier

*Henning Fülbier war neun Jahre lang zuständig für die Fachberatung Deutsch in brasilianischen Gymnasien von Rio Grande do Sul und Santa Catarina und ist heute unser Beobachter und Kommentator in Berlin für die Radiosendung AHAI – Die Deutsche Stunde der Gemeinden und Kolumnist bei www.brasilalemanha.com.br.
E-Mail: henning@fuelbier.de

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