Selbst-Scan-Kassen – von Henning Fülbier in Berlin

Liebe Hörerinnen und Hörer der Radiosendung AHAI,

haben Sie schon einmal das Wort „Selbst-Scan-Kasse“ gehört? Bis vor kurzem konnte ich mit diesem Wort überhaupt nichts anfangen.

Auf meiner Rückreise von Brasilien nach Berlin machte ich einen Tag in Lissabon Station. Im Zentrum der portugiesischen Hauptstadt suchte ich einen großen Supermarkt auf, kaufte ein paar Kleinigkeiten und geriet zum ersten Mal in meinem Leben an eine „Selbst-Scan-Kasse“. Das ist eine vollautomatische Kasse, an der nicht mehr eine Kassiererin oder ein Kassierer den Preis der Waren in eine Kasse eingibt und anschließend das Geld kassiert.

Nein, hier muss man die gekauften Waren selbst aus dem Einkaufskorb herausnehmen und sie vor einen Automaten halten, der den sogenannten Strichcode scant bzw. liest. Das sind die kleinen schwarzen Balken, die man auch in Brasilien auf allen Waren findet. Anschließend wird auf einem kleinen Bildschirm angezeigt, wie viel man zu zahlen hat. Man kann das mit Bargeld oder einer Bankkarte tun, und wenn alles korrekt war, dann leuchtet ein grünes Licht auf dem Bildschirm auf. An der Tür des Supermarktes ist eine elektronische Sperre angebracht, die verhindern soll, dass Kunden den Laden verlassen, ohne zu zahlen.

 

In Deutschland testen bereits verschiedene Supermärkte die Einführung solcher Selbst-Scan-Kassen, um einerseits das Bezahlen am Ende des Einkaufs zu beschleunigen, sicherlich aber auch, um Personalkosten zu sparen. Ich fürchte, dass man sich langfristig auch in Brasilien dieser Automatisierung nicht wird entziehen können. Schade um das freundliche Lächeln, das freundliche „Ciao“ am Ende des Einkaufs!

Bis zum nächsten Mal

Ihr

Henning Fülbier

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