Colunistas

26/02/2015

Wie gefährlich sind Handys? - von Henning Fülbier* in Berlin

Aus unserem Alltag sind sie kaum noch wegzudenken. In den letzten Jahren haben sie sich atemberaubend schnell auf der ganzen Welt ausgebreitet und eine Revolution in unserer Kommunikation ausgelöst.

Die Rede ist von Handys oder Mobiltelefonen. In Deutschland und Brasilien gibt es inzwischen mehr von solchen Geräten als Einwohner. Besonders bei jungen Menschen sind sie äußerst beliebt. Z.B. besitzt die Hälfte der 6-13-jährigen Deutschen bereits ein eigenes.

Erstaunlich: In den letzten Jahren hat man kaum noch etwas von den Gefahren gehört, die von Handys ausgehen. Sie strahlen sogenannte hochfrequente elektromagnetische Wellen aus. Umweltmediziner sagen, diese Wellen seien schädlich für die Gesundheit. Besonders Kinder und Jugendliche seien betroffen, weil ihr Gehirn noch nicht voll entwickelt ist. In vielen wissenschaftlichen Untersuchungen konnte man nachweisen, dass der jahrelange Gebrauch eines Mobiltelefons zu einem mehrfach erhöhten Risiko führt, an einem Gehirntumor zu erkranken. Bei Jugendlichen treten vermehrt Allergien, Nervosität, Lern- und Konzentrationsprobleme auf.

Obwohl diese und andere Folgen der elektromagnetischer Bestrahlung schon seit langem bekannt sind, werden sie von staatlichen Stellen in Deutschland weitgehend ignoriert. Dahinter stehen wirtschaftliche Interessen, vor allem der Mobilfunkbetreiber, für die Handys ein Milliardengeschäft sind. In regelmäßigen Abständen wird entweder beteuert, dass die Handybenutzung unschädlich sei oder dass man noch nichts Genaues über Langzeitfolgen wisse.

Erinnern wir uns: Noch vor wenigen Jahren hieß es, es gäbe keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen dem Rauchen und der Entstehung von Lungenkrebs. Inzwischen weiß man, dass die wissenschaftlichen Gutachter von der Tabakindustrie gekauft worden waren.

*Henning Fülbier 
war neun Jahre lang beauftragter Sprachberater der deutschen Bundesregirerung bei Schulen mit Deutschuntericcht in Rio Grande do Sul und Santa Catarina, mit Sitz in in Porto Alegre, Süd-Brasilien,  und ist heute u. a. Korrespondent BrasilAlemanha in Berlin und dortiger Beobachter und Kommentator bei unserer Radiosendung AHAI - Die deutsche Stunde der Gemeinden.



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