Colunistas

29/09/2016

Wahlkämpfe - von Eckhard Ernst Kupfer*

Das Wort sagt es schon, es sind Kämpfe, und beim Kampf versucht man den Gegner zu besiegen, die Mittel dazu sind nicht immer die feinsten.

Was die Kämpfer erreichen wollen, sind die Stimmen des Publikums, sprich der Wähler. Dazu wird versprochen was man nicht unbedingt halten kann, der Kandidat der Gegnerpartei wird schlecht gemacht, kritisiert wäre ein zu elegantes Wort, kurz man will den Gegenkandidaten unglaubwürdig machen und als Schaumschläger oder Versager darstellen.

Derzeit begleiten wir zwei wichtige Wahlkämpfe: In Brasilien die Bürgermeister und Gemeinderatswahlen und in den USA die Präsidentschaftswahlen, welche Anfang November stattfinden werden.

Während es in Brasilien dieses mal ruhiger zugeht, da die Wahlspenden der großen Unternehmen verboten wurden und somit weniger Geld zur Verfügung steht, wird in den USA aus dem Vollen geschöpft. Auf der einen Seite setzt der Milliardär Donald Trump alle möglichen finanziellen Mittel ein um zu gewinnen, während seine Gegnerin Hillary Clinton mit ihrer langen Erfahrung als Präsidentengattin, als Senatorin und als Außenministerin aufwarten kann. Wer das erste Rededuell der Beiden verfolgte, sah zwei grundsätzlich unterschiedliche Auftrittsstile. Hier die kontrollierte, erfahrene Politikerin, die zwar nicht das Charisma ihres Gatten hat, aber von der Politik und der Machtmaschinerie viel versteht, dort der erfolgreiche, hemdsärmlige Geschäftsmann, dessen Weltbild hauptsächlich aus schwarz und weiß besteht. Er der erfolgreiche, rücksichtslose und machtgierige Amerikaner, der sich überall von Feinden umgeben sieht und es denen zeigen will die sein Land zu schwächen versuchen.

Nun man darf gespannt sein, wie es am 9. November ausgehen wird, denn die nächsten vier Jahre werden weltpolitisch nicht einfach werden und es werden schwierige Entscheidungen vom Hausherr im weißen Haus erwartet. Deshalb geht es um die Frage, schätzt der amerikanische Wähler die Erfahrung oder meint er, dass ein unkonventioneller Nationalist sein Land verbessern kann.

In Brasilien selbst wird es viele Kompromisse geben und Wunder darf man nicht erwarten, denn in den meisten Munizipien sind die Kassen leer.


*Eckhard Ernst Kupfer ist deutscher Journalist, Direktor des Martius-Staden-Instituts in São Paulo, Herausgeber der Jahrbücher des Instituts, Mitautor von “Fünf Jahrhunderte deutsch-brasilianische Beziehungen”, Kommentator der Radiosendung AHAI – Die deutsche Stunde der Gemeinden > Block 05 und Kolumnist bei www.brasilalemanha.com.br.
E-Mail: ekupfer@martiusstaden.org.br

 



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