Colunistas

06/02/2016

Nie wurde in Deutschland so wenig geraucht wie heute - von Anja Dullius*

Heutzutage ist bekannt, dass Nichtraucher im Schnitt 10 Jahre länger leben als Raucher. Und auch wer mit Mitte 50 das Rauchen aufgibt gewinnt immerhin noch bis zu vier Jahre Lebenszeit.

Als ich 2008 zum ersten Mal Südbrasilien besuchte, ist mir aufgefallen, dass man hierzulande weniger auf rauchende Menschen trifft. Gerade unter Jugendlichen ist die Zigarette verpönt, selbst an der Universität sind rauchende Studenten und Professoren selten anzutreffen.

An Busbahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen trifft man selten Raucherzonen an. In Deutschland wird Rauchen ebenfalls nun immer unbeliebter. Das zeigte die neu erschienene Ausgabe des Tabakatlas, eine Datensammlung zum Thema Rauchen. Während in den 50er Jahren knapp über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland rauchten, liegt der Raucheranteil heute bei 25%. Vor allem bei Männern und Jugendlichen ist ein deutlicher Rückgang beim Griff zur Zigarette zu verzeichnen. Allerdings ist das Rauchen bei Jugendlichen weiterhin eine Modeerscheinung. Anstatt des Zigarettenkonsums ist derzeit das Rauchen der Wasserpfeife, Shisha genannt, extrem gefragt. 60% der Jugendlichen geben an schon einmal Wasserpfeife geraucht zu haben.

Dabei wird diese Art des Tabakkonsums von der Weltgensundheitsorganisation WHO als genauso gefährlich wie der Konsum der Zigarette eingestuft. Zur Zeit des Nationalsozialismus war das Rauchen bei Frauen unter der Parole: „Die deutsche Frau raucht nicht“ verpönt. In der Nachkriegszeit im Zuge der Emanzipation zählten ungefähr 30% aller Frauen zu den Raucherinnen. Daran hat sich bis heute wenig geändert, der Anteil der Raucherinnen ging gerade mal auf knapp 25% zurück.

Rauchen ist in Deutschland zudem ein sozial gebundenes Phänomen geworden. So ist der Anteil der Raucher vor allem in den oberen und mittleren Einkommenschichten deutlich zurückgegangen. In den unteren sozialen Schichten ist das Rauchen demgegenüber genauso weit verbreitet wie in den 70er Jahren.

Der Grund für den Rückgang sind ein zunehmendes Gesundheitsbewusstsein und Anti-Rauch-Kampagnen, die seit den 70er Jahren verbreitet werden und für die in Deutschland jährlich bis zu 4 Millionen EUR zur Verfügung stehen. Heutzutage ist bekannt, dass Nichtraucher im Schnitt 10 Jahre länger leben als Raucher. Und auch wer mit Mitte 50 das Rauchen aufgibt gewinnt immerhin noch bis zu vier Jahre Lebenszeit.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende und bleiben Sie gesund! Es grüßt Sie aus Estrela,

Ihre Anja Dullius

*Anja Dullius ist Biochemikerin aus dem Bodensee-Gebiet im Süden Deutschlands. Sie wohnt mit ihrem Ehemann Carlos in Estrela, RS,  in einer ausgeprägten deutschstämmigen Gemeinde und Region in Südbrasilien, wo sie als Wissenschftlerin ihren Beruf  bei dem Biogas Unternehmen Launer Química Ltda. bei Estrela für ein Biogasprojekt des brasilianischen CNPq ausübt.



Comentários

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Zé do Rock 10/02/2016, às 07:52

Hir wird von 10 jaren weniger lebenserwartung gesprochen, mancherorts 12, das DBKZ (deutscher krebsforschungszentrum in heidelberg) spricht von 5,7 jaren, manchmal is die rede von 3 jaren weniger. Tatsache is: seit 20 jaren wird im westen das rauchen immer mer verboten und die raucher zu bösen aussenseiter abgestempelt, die raucherzalen gen zurück, aber die krebsfälle werden nich weniger. Dafür sten die raucher draussen in der kälte und holen sich eine artrose, oder sie bleiben zuhause und vereinsamen, was ganz schlecht für die lebenserwartung is. Besser wird die lebenserwartung dafür für die leute, die in der farmaindustrie arbeiten, da sie miliarden in die WHO investiren, damit dise ire kampagnen gegen die konkurenz in der tabak- und der alkoholindustrie betreiben kann, und so ir eigenes nikotin und alkohol und antidepressiva usw verkaufen kann. Gegen die autoindustrie (woran milionen menschen sterben) investirt die farmaindustrie und die WHO kein cent, weil die farmaindustrie da nix zu holen hätte


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