Colunistas

29/01/2015

Krieg und Frieden - von Eckhard Ernst Kupfer*.

Wie konnten wir nur so hoffnungsvoll sein, und glauben dass das 21. Jahrhundert besser werden würde als seine Vorgänger?

Unsere Großeltern, Eltern und auch noch wir haben die großen Kriege des 20. Jahrhunderts miterlebt, und angenommen, dass daraus die gesamte Menschheit lernen, und nie mehr solche grausame Schlachten organisieren würde. Doch dabei haben wir nur eines vergessen, die Menschheit lebt mit diesen Kriegen, vielleicht braucht sie diese sogar. Welch frevlerische Behauptung!

Doch schauen wir uns die neuere Geschichte an: die Zeittafeln werden nur nach Kriegen geführt, und seit dem 16. Jahrhundert beginnt jedes Jahrhundert mit großen Schlachten, gewissermaßen als Ouvertüre zu einer neuen Zeitrechnung: Das 17. Jahrhundert mit dem 30jährigen Krieg, der wahrscheinlich der grausamste aller Zeiten war, denn prozentual gab es weit mehr Tote als selbst in den Kriegen des 20. Jahrhunderts. Das 18. Jahrhundert war nicht viel besser, der Nordische Krieg dauerte 22 Jahre, der Spanische Erbfolgekrieg 13 Jahre und der Kampf Venedigs und Österreichs gegen die Türken nur 4 Jahre. Das 19. Jahrhundert wurde durch Napoleon und seine Expansionskriege eröffnet, und das 20. Jahrhundert mit dem ersten richtigen Weltkrieg, der dann nur noch seine Steigerung darin fand, dass Hitler ein großer Ignorant und Menschenverächter war, und nicht einmal Napoleons Kriege richtig studierte.

Danach meinte man wirklich, es sei genug. Europa und Japan brauchten lange um ihre Wunden zu heilen, aber die neue Weltmacht USA ließ nicht locker und zettelte seit 1945 eine ganze Reihe von regionalen Kriegen an, ohne auch nur einen einzigen zu gewinnen. Gut die Schlachten berührten die Heimat nicht, bis dann der Schlag gegen die Twin Towers am 11. September 2001 kam. Das war schlimmer als Pearl Harbour, denn es traf das Herz der USA, New York. Seitdem schlägt der in seiner Ehre verletzte Gigant um sich, und lässt keine Gelegenheit aus auf der gesamten Welt Brandherde anzustecken. Irak, Afghanistan, Syrien, in Europa Jugoslawien und nun die Ukraine, überall ziehen die Amerikaner die Fäden, lassen die Partnerländer tanzen und und wenn es heikel wird, ziehen sie sich zurück.
Deshalb besteht wenig Hoffnung, dass unser 21. Jahrhundert besser wird als die vorigen. Schon bei Mose im Alten Testament steht: „ denn das Dichten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf“. Unser moderner Humanismus hat seit dem Ende des 18. Jahrhunderts durch Erziehung versucht dies zu verändern, aber der Erfolg ist beschränkt.

*Eckhard Ernst Kupfer ist der Leiter des Martius-Staden-Instituts in São Paulo und Kommentator bei der Radisendung AHAI - A Hora Alemã Intercomunitária / Die deutsche Stunde der Gemeinden - bl. 05.



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