Colunistas

11/01/2018

Frauenkampf - von Eckhard Ernst Kupfer*

Seit einiger Zeit hört und liest man immer wieder, dass sich bekannte Frauen, besonders Schauspielerinnen in der Öffentlichkeit dazu bekennen, dass sie in ihrer Karriere irgendwann einmal sexuell belästigt, genötigt oder gar vergewaltigt wurden.

Da diese Personen im Licht der Öffentlichkeit stehen, haben ihre Äußerungen natürlich Gewicht. Ob diese publicity aber den wirklichen Millionenopfern die tatsächlich auf der Welt täglich unterjocht, ausgenutzt und vergewaltigt werden, wirklich nutzt, ist eine andere Frage.

Bei diesen öffentlichen Anschuldigungen, die hauptsächlich von amerikanischen Schauspielerinnen, aber auch in Brasilien von Novelaprinzessinnen, vorgetragen werden, wird leicht das demokratische Recht vergessen. Öffentliche Bekenneraussagen und Anschuldigungen sind leicht gemacht, aber es wäre das Mindeste auch die Beschuldigten zu Wort kommen lassen. Denn gerade in der Film und Fernsehindustrie ist seit langem bekannt, dass junge Starlets alles tun, um Rollen zu bekommen und Karriere zu machen. Dass dies wiederum von den mächtigen Männern dieser Branche gerne wahrgenommen und gar ausgenutzt wird, ist leider Teil dieser Kultur gewesen.

Deshalb war es gut, dass sich gestern etwa hundert französische Schauspielerinnen und weibliche Intellektuelle öffentlich gemeldet haben, und ein Manifest gegen den amerikanischen Puritanismus veröffentlichten. Ihrer Meinung nach, ist die so lang erkämpfte sexuelle Freiheit eine Errungenschaft zwischen den Geschlechtern, die nicht durch eine neue spröde Moral wieder zurückgedrängt werden darf. Die Französinnen sehen es als ein Spiel der Geschlechter an wenn geflirtet wird, wenn Komplimente gemacht werden und wenn man eine Frau auch einmal zärtlich berührt.

Sollte dies alles unterbunden oder gar unter Strafe gestellt werden, dann würde man den Mann, der von Natur aus ein Eroberer und Jäger ist, domestizieren und er könnte leicht das Interesse am weiblichen Geschlecht ganz einfach verlieren. Dann müsste Eva sehen, wen sie mit ihrem Apfel noch verführen kann. 


 *Eckhard Ernst Kupfer
ist deutscher Journalist, Direktor des Martius-Staden-Instituts in São Paulo, Herausgeber der Jahrbücher des Instituts, Mitautor von “Fünf Jahrhunderte deutsch-brasilianische Beziehungen”, Kommentator der Radiosendung AHAI – Die deutsche Stunde der Gemeinden > Block 05 und Kolumnist bei www.brasilalemanha.com.br – Notícias.
E-Mail: ekupfer@martiusstaden.org.br               



Comentários

deslogado
komal 12/01/2018, às 06:55

very helpful free gift card codes generator

deslogado
indah 12/01/2018, às 05:54

very helpful for us because it can add knowledge and insight, cara melangsingkan tubuh pasca melahirkan


  • brasilalemanha
  • brasilalemanha
  • brasilalemanha
  • brasilalemanha
Logomarca oficial da imigração alemã no Brasil. Reprodução liberada e recomendada, para uso não comercial.
Para uso comercial e originais em alta resolução: contato@brasilalemanha.com.br.

© 2004-2018 BrasilAlemanha - O portal oficial da imigração alemã no Brasil - Todos os direitos reservados

Desenvolvido por Sapiência Tecnologia