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Colunistas

08/11/2013

Dokumentarfilme über Deutschstämmige bei der Buchmesse in Porto Alegre

Verte Filmes präsentiert zwei Dokumentarfilme über das kulturelle Erbe im Alltag von Deutschstämmigen in Süd-Brasilien.

Die Kurzfilme meio und Land schaffen haben in Kürze ihre Premiere in Porto Alegre, Brasilien
Verte Filmes präsentiert zwei Dokumentarfilme, bei denen Pedro Henrique Risse und Clarissa Beckert Regie geführt haben und die beide durch den Fundo de Apoio à Cultura (FAC 2012), den Fonds des Kultursenats vom Bundesland Rio Grande do Sul, Brasilien, gefördert wurden: Die Kurzfilme meio und Land schaffen zeigen mit unterschiedlicher Erzählweise und Ästhetik die kulturellen Besonderheiten der Deutschstämmigen in ihrem Alltag im Vale do Rio dos Sinos in Südbrasilien. Ausgangspunkt für die Dokumentarfilme war die Recherche von Clarissa Beckert für ihre Diplomarbeit in Sozialwissenschaft, in der sie anhand von Lebensgeschichten die Beziehung zwischen Vorstellungswelt und kultureller Identität untersuchte.
Im kommenden Jahr werden die Filme auf verschiedenen internationalen Festivals präsentiert.
meio hat seine Premiere am nächsten Dienstag, den 29. Oktober. Er behandelt die Vorstellungswelt und wie sie sich in der kulturellen Identität einer Gemeinde widerspiegelt: In Vila Rica (ursprünglich Vila Rickert, so der Name der Ortschaft), einer ländlichen Umgebung des Städtchens Presidente Lucena, lebt die 83-jährige Lina. Sie spricht und versteht fast nur Hunsrückisch, sodass sie sich mit ihren Enkelkindern kaum auf Portugiesisch verständigen kann. Die Kinder lernen in einer Schule in der Nähe Deutsch und versuchen, sich das Land ihrer Vorfahrern vorzustellen, fragen sich aber gleichzeitig, was das mit ihren Leben zu tun haben soll.
Der Film entwickelt in einer kontrapunktischen Erzählung, die ihre Lücken betont und die die Kluft zwischen den Generationen von Deutschstämmigen im Tal des Sinos-Flusses herausarbeitet: Was heißt es, Brasilianer zu sein? Was ist ein Deutsch-Brasilianer? Was ist denn ein Deutscher? Der Film behandelt die Frage nach Identität als ein Gefühl, das zwischen Gedächtnis und Ideenwelt pendelt, und sieht in der Sprache das Mittel, diese Identität auszusprechen und auszudrücken.
Im Kurzfilm Land schaffen, der seine Premiere am 13. November haben wird, sind Arbeit, Familie, Alltag und die Kraft der Menschen vom Land diejenigen Elemente, die die Lebensfragmente verbinden. Die Vorführung gehört zum Programm der 59. Feira do Livro de Porto Alegre (Buchmesse von Porto Alegre). Deutschland ist Ehrengast bei der Veranstaltung, die zur Erinnerung an die deutsche Einwanderung in Brasilien vor 190 Jahren und im Rahmen des Ano Alemanha+Brasil 2013-2014 stattfindet.
In diesem Film gibt es fünf Hauptfiguren und ihre Familien. Die Erzählung entwickelt sich entlang von Gesprächen über das Leben, über die Herausforderungen und über die Träume neben der harten Arbeit auf dem Acker und im Alltag. In Land schaffen wird fast ausschließlich Hunsrückisch gesprochen, denn es wurde in Ortschaften wie Araricá, Bom Princípio, Sapiranga und Presidente Lucena gedreht, in denen dieser Dialekt die am meisten benutzte Sprache ist. Der Filmtitel spielt mit der doppelten Bedeutung des Wortes ‘schaffen’, das sowohl einfach ‘arbeiten‘ als auch ‘etwas erschaffen‘ bedeuten kann.
Land schaffen folgt der aktuellen Tendenz vieler Filmemacher, die einen Dialog zwischen Spiel- und Dokumentarfilm anstreben. Wie beim Direct Cinema scheint die Kamera nur zu beobachten; der Schnitt agiert jedoch wie beim Spielfilm, er mischt sich ein und schafft Sympathie mit den Figuren.
Presse Informationen
Teasers: www.vimeo.com/vertefilmes
meio (Brasilien, 2013, Digital, Farbe, 20 Min)
Synopse: Im Hinterland vom Südbrasilien kann Lina nicht mit ihren Enkelkindern reden, denn sie beherrscht nur den Dialekt der deutschen Einwanderer. In einer Schule in der Nähe lernen die Einwandererkinder Deutsch und stellen sich das Herkunftsland ihrer Vorfahrern vor. Dabei fragen sie sich, was das mit denen zu tun haben soll.
Gefördert durch den Fundo de Apoio à Cultura (FAC 02/2012), den Fonds des Kultursenats im Bundesland Rio Grande do Sul, Brasilien.
Land schaffen (Brasilien, 2013, Digital, Farbe, 26 Min)
Synopse: Die Arbeitsroutine auf dem Acker gibt den Takt zu den Lebensgeschichten vor, die die Menschen haben, und auch zu ihren Identitäten und selbst zu ihren Träumen. In ihren Alltagsgesprächen beschreiben sie mit ihrem Hunsrückisch, einem deutschen Dialekt, die Landschaft ihrer Familien inmitten von Bergen und Tälern im Bundesland Rio Grande do Sul.
Gefördert durch den Fundo de Apoio à Cultura (FAC 09/2012), Fonds des Kultursenats vom Bundesland Rio Grande do Sul, Brasilien
Besonderheiten der Filme
Die Kurzfilme wurden digital im HD verfilmt.
Die ethnographische Forschung, die die Filmstoffe inspiriert hat, begann im Juni 2012. Auf ihren Erkenntnissen beruhen die Realitäten, die Weltanschauungen und die Lebensumstände aller filmischen Figuren. Die Regisseure haben mit Familien aus verschiedenen Gemeinden im Vale do Rio dos Sinos eine Zeitlang zusammengelebt, um deren Alltag zu beobachten und deren Lebensweisen zu verstehen. Die Recherchen für beide Filme begannen gleichzeitig und umfassten Besuche in Ortschaften wie Ivoti, Sapiranga, Bom Princípio, Novo Hamburgo, Nova Hartz, Araricá und Presidente Lucena. Dort wurden 30
Personen interviewt. Für den Kurzfilm meio befragten die Filmemacher zusätzlich 27 Schüler des Instituto de Educação de Ivoti.
Die Dreharbeiten fanden zwischen Juli und September 2013 statt. Das Drehbuch entstand vor Ort: für die Verfilmung gab es kleine Teams mit nur drei Personen, sodass die Einheimischen in ihrem Alltag nicht zu sehr gestört wurden. So konnten die Filmemacher sensible Fragen der Identität besser erkennen und erkunden. Für jeden Film wurde eine eigene Herangehensweise an das Thema entwickelt.
Der Hunsrückische Dialekt
Der Hunsrück-Dialekt wurde von den ersten deutschen Einwanderern nach Brasilien mitgebracht. Hier vermischte er sich mit anderen Mundarten und veränderte sich, dies vor allem auch durch die Interferenz und Konkurrenz mit der portugiesischen Sprache. Im Rahmen dieser Entwicklung entstanden viele Variationen des Dialekts, darunter jene des Bundeslands Rio Grande do Sul, das “riograndenser Hunsrückisch”. Man kann sagen, dass diese Variationen der deutschen Sprache echte brasilianische Ethnolekte sind.
Die Kurzfilme arbeiten diese linguistische Entwicklung mit Hilfe vom Untertiteln heraus. Diese machen die etymologische Rechtschreibung des Dialekts in den DVDs verfügbar. Erarbeitet wurden die Untertitel in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Cléo V. Altenhofen (Sprachinstitut der Universidade Federal do Rio Grande do Sul), der auch Mitglied des Projekts ALMA (Atlas Linguístico-contatual das Minorias Alemãs da Bacia do Prata: Hunsrückisch; Sprachatlas des Deutschen Minderheiten im Río de la Plata Becken) ist. Das Hunsrückisch spielt also eine zentrale Rolle in beiden Dokumentarfilmen.
Weitere Informationen
Der Deutsche Regisseur Edgar Reitz präsentierte im Oktober 2013 seinen neuen Film “Die andere Heimat”, in dem die Einwanderung von Deutschen aus dem Hunsrück nach Brasilien um die Mitte des 19. Jahrhunderts thematisiert wurde.
Im Mai 2013 wurde das Ano Alemanha+Brasil 2013-2014 gestartet. Die Initiative hat die Verbreitung und Vertiefung der deutsch-brasilianischen Beziehungen zum Ziel. Wirtschaft, Kultur, Technologie, Innovation, Bildung, Wissenschaft und Sport sind die Hauptthemen des Programms, das bis Mai 2014 läuft.
Im Jahr 2014 sind zahlreiche Veranstaltungen zum Jubiläum der deutschen Einwanderung nach Brasilien vor 190 Jahren vorgesehen.
Regisseure
Clarissa Beckert wurde 1987 in Köln geboren. Sie hat eine brasilianische Mutter und einen deutschen Vater. Mütterlicherseits stammt die Familie aus der Region Sapiranga im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul, hat aber deutsche Wurzeln: Hunsrückisch wurde noch von Clarissas Mutter und ihren Großeltern gesprochen. Clarissa lebte bis zu ihrem 19. Lebensjahr in Deutschland und zog dann nach Brasilien um. Fragen der Zugehörigkeit und der kulturellen Identität waren ständige Begleiter auf ihrem Lebensweg. Im Jahr 2012 legte sie nach fünf Jahren Studium an der Pontifícia Universidade Católica von Porto Alegre ein Diplom in Sozialwissenschaft ab. Zur Zeit schreibt sie ihre Masterarbeit in Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universität Berlin. Die Kurzfilme “meio” und “Land schaffen” sind ihr Debüt als Filmregisseurin.
Pedro Henrique Risse wurde 1985 in Rio de Janeiro geboren und lebt seit 17 Jahren in Porto Alegre. 2010 legte er an der Universidade do Vale do Rio dos Sinos sein Diplom im Fach Audiovisuelle Produktion ab.
Danach gründete er mit zwei Partnern die Produktionsfirma für Fernsehen und Film VERTE Filmes.
Mit “meio” und “Land schaffen” hat er insgesamt sechs Kurzfilme regiert. Beim Film ist Risse auch in den Bereichen Kinematographie, Schnitt und im Drehbuch tätig. Er betätigt sich auch in der visuellen Kunst.
Verte Filmes
VERTE Filmes ist eine junge Produktionsfirma mit Sitz in Porto Alegre. Sie wurde von Gabriel Faccini, Tiago Rezende und Pedro Henrique Risse gegründet, die ihr Diplom alle an der Universidade do Vale do Rio dos Sinos im audiovisuellen Bereich abgelegt haben.
VERTE produziert für Kino und Fernsehen und ist auch in anderen Kunstformen aktiv, besonders beim Theater. Fernsehserien sind derzeit das wichtigste Aktionsfeld. Zwei fiktionale Produktionen wurden bereits fertiggestellt. Ein weiterer Schwerpunkt sind Dokumentarfilme über Künste.
www.vertefilmes.com.br
www.facebook.com/vertefilmes
www.vimeo.com/vertefilmes
Technische Daten
Recherche, Regie, Produktion, Schnitt: Clarissa Beckert und Pedro Henrique Risse
Kinematographie: Pedro Henrique Risse
Regieassistenz und Tonaufnahme: André Garcia
Tonbearbeitung und Abmischung: Marcos Lopes da Silva und Tiago Bello
Koloristin: Ligia Tiemi
Medienberatung: Adriana Martorano Comunicação
Produktion: Verte Filmes
Presse-Service
Adriana Martorano Comunicação
adrianamartorano@adrianamartorano.com.br | 00 55 51 9213 6558 |
www.facebook.com/adriana.martorano.comunicacao | @MartoranoCom
Download von Bildern im HD: http://goo.gl/EEBd8y
Teasers: www.vimeo.com/vertefilmes



Comentários

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