Colunistas

02/04/2015

Deutschland – ein Einwanderungsland - von Eckhard E. Kupfer*

Viel ist in den letzten Jahren über dieses Thema geschrieben und gesprochen worden

Auf der einen Seite sorgten sich sowohl Politiker als auch Geschäftsleute um fehlende Fachkräfte in Industrie und Handel, auf der anderen Seite war eine nicht sehr kleine Minderheit darüber besorgt, dass sich Deutschland verfremden würde. Türken, Afrikaner, Europäer aus den östlichen Ländern kamen und blieben. In vielen Städten Deutschlands hört man mehr fremde Sprachen als deutsch. Muss man deshalb um die Zukunft des Landes besorgt sein?

Tatsache ist, dass die deutsche Bevölkerung nicht mehr zunimmt. Es gibt Hochrechnungen, die meinen, dass die Deutschen in 30 Jahren zwischen zehn und zwanzig Prozent weniger sein würden. Auf der anderen Seite ist das Land das Zugpferd Europas, die Industrie floriert, die Exporte erreichen immer neue Rekorde, und die Unternehmer suchen händeringend nach qualifiziertem Personal. Dies hat sich herumgesprochen, und so suchen immer mehr junge Menschen ihre Zukunft in dem prosperierenden Deutschland. Das ist die eine Seite.

In den letzten Jahren kamen aber auch immer mehr Asylanten. Menschen aus Krisengebieten, die vor Terror und Mord flüchteten. Aus Syrien und vielen afrikanischen Staaten. Sie werden aus humanitären Gründen zunächst aufgenommen, in provisorischen Heimen untergebracht bis ihr Antrag entschieden ist. Dies kann jahrelang dauern und in der Zwischenzeit dürfen sie nicht arbeiten. Dass diese Situation unbefriedigend ist, erkennt man und will es ändern.

Nun ist aber auch eine gewisse Anzahl von Bürgern besorgt, dass sich Deutschland verfremden würde. Dies insbesondere in Richtung Islam, von wo man extremistische Einflüsse befürchtet.Es hilft dabei wenig, wenn der ehemalige Bundespräsident Wulf meint, der Islam gehöre zu Deutschland. Letztlich ist es ein christliches Land und sollte es bleiben. Die Werte des Grundgesetzes sind darauf aufgebaut.

In einer veränderten Welt wird es auch ein verändertes Deutschland geben. Wichtig ist dabei, dass über die Sprache und die gesellschaftlichen Regeln und Gesetze der Einwanderer sich eingliedert und anpasst, und nicht das umgekehrte erwartet wird. Es gibt genügend Länder die diese Situation erfolgreich gelöst haben.



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