Colunistas

27/11/2013

Der 200-jährige Geburtstag von Georg Büchner - von Henning Fülbier*

 

 Henning Fülbier

 

 

In diesen Wochen jährt sich der 200. Geburtstag eines bekannten deutschen Dichters: Georg Büchner. Er wurde 1813 in der Nähe von Darmstadt geboren.

 

Er lebte in einer Zeit großer politischer Umwälzungen. Während es in Brasilien schon einen einheitlichen Staat gab, war Deutschland noch in viele kleine Länder zersplittert. Um z.B. vom Süden in den Norden Deutschlands zu kommen, musste ein Reisender zahlreiche Grenzen überqueren.

 

Jeder dieser kleinen Staaten hat seinen eigenen Hof. Die Kosten für das luxuriöse Leben des Adels waren gigantisch. Dafür mussten vor allem die Bauern aufkommen. Die meisten Menschen lebten damals auf dem Land; viele konnten sich nur mühsam von dem ernähren, was sie anbauten. Bei Missernten wurde eben gehungert. Deutschland war politisch und wirtschaftlich rückständig; heute würde man von einem Entwicklungsland sprechen.

 

Während Büchners Kindheit wanderten die ersten Hunsrücker nach Brasilien aus, weil sie hofften, dort ein besseres Leben zu finden.

 

Büchner ging gezwungenermaßen ins Exil. Er wurde von Justiz und Polizei verfolgt. Er hatte sich für die armen Bauern eingesetzt und gegen die maßlose Verschwendung von Steuergeldern durch den Adel protestiert. „Friede den Hütten, Krieg den Palästen“ lautete sein politisches Credo. (Auf Portugiesisch „Paz às cabanas! Guerra aos palácios!“). Er starb mit 23 Jahren an Typhus.

 

In seinem kurzen Leben hat er nur wenig geschrieben, unter anderem das Drama „Woyzeck“. Darin analysiert er scharfsinnig, wie soziale Umstände einen Menschen dazu bringen, zum Mörder zu werden.

 

Trotz des großen zeitlichen Abstands sind viele der Fragen, die Georg Büchner gestellt hat, auf erschreckende Weise auch heute noch aktuell.

 

Henning Fülbier

*Henning Fülbier war neun Jahre lang zuständig für die Fachberatung Deutsch in brasilianischen Gymnasien von Rio Grande do Sul und Santa Catarina und ist heute unser Beobachter und Kommentator in Berlin für die Radiosendung AHAI – Die Deutsche Stunde der Gemeinden und Kolumnist bei www.brasilalemanha.com.br.
E-Mail: henning@fuelbier.de



Comentários

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vN9EUey1lp 10/01/2014, às 04:44

You got to push it-this esneitsal info that is!

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JFlab7gb 09/01/2014, às 03:18

Ich bin ffcr das HDR ganz klar ;D Bin ja zwar auch sehr kritisch was diese Ecke der Fotografie anehgt, aber ich finde hier ist es sehr gelungen. Ich hab mir zwar schon gedacht, dass es ein HDR ist, aber es ist sehr dezent und nicht zu aufdringlich (etwa durch zu knallige Farben, Halos oder verwischte Elemente)Und der Himmel ist einfach der Knaller diese schwarzen Wolkenfetzen, die unterschiedlichen Wolkenformationen (!) und wie der Himmel hinten rechts noch etwas heller ist dazu die Blumen im Vordergrund (Respekt, dass die nicht verwackelt sind!) Bei deinem Tagesfoto erkennt man zwar sehr schf6n wie das Licht durch die Wolken bricht (und ich liebe sowas!) aber die Be4ume saufen mir zu sehr ab. Und als hfcbsche Silhouette taugen sie mMn nicht viel, weil sie doch sehr klobig sind der interessante Strommast dagegen wird komplett verdeckt. Und dann kommen die Blumen noch wie weidfes Gesprenkel in den Vordergrund und lenken von der oberen, hfcbschen He4lfte ab. Ne sorry, trotz dieser schf6nen Szene ist das F


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