Colunistas

11/06/2015

Das Spiel der Spiele - von Eckhard Ernst Kupfer*

Fußball sei die schönste Nebensache der Welt, haben uns die Sportlehrer in der Schule erzählt. Deshalb sollten wir etwas Richtiges erlernen, denn selbst bekannte Spieler mussten wenigstens teilweise einem Beruf nachgehen um zu überleben.

Was sie vom Verein erhielten war ein Zubrot. Doch inzwischen sind über fünfzig Jahre vergangen,  Fußballspieler wurde ein Beruf, und damit auch Vereine zu kommerziellen Institutionen. Doch die Präsidenten und das Direktionsgremium sind immer noch Honoratioren die diese Tätigkeit als Spaß kostenlos erledigen, sollte man meinen. Denn Fußballvereine sind mehrheitlich Vereine ohne Gewinnstreben und damit zahlen sie keine Steuern.

Die Realität sind aber ganz anders aus. Fußballspieler sind Finanzanlagen, die man erwirbt und weiterverkauft, möglichst mit Gewinn. Das Spiel selbst ist mittlerweile das populärste weltweit geworden, dementsprechend kamen findige Geschäftsleute auf die Idee alles um den Fußball herum zu Geld zu machen. Es gibt Spielervertreter, die sich um den Einkauf und Verkauf kümmern, es gibt Fanläden, die alles verkaufen was mit dem Spieler und dem Spiel zusammenhängt, und es gibt Experten die ganze Spiele kaufen.

Über all dem sollten aber die nationalen Verbände wachen, damit alles ordentlich durchgeführt wird. Um das Spiel international zu machen, gründete man den Weltverband FIFA, mit Sitz in einem ordentlichen Land, der Schweiz.

Nun was aus diesem ehrenwerten Spiel und dieser honorigen Struktur wurde, lesen  und hören wir täglich. Al Capone war ein Kleinunternehmer verglichen mit den Verbandsgrößen die gerade in schweizer Polizeigewahrsam sind. Aber damit ist der Sumpf noch lange nicht trocken gelegt, es laufen noch viele Funktionäre frei herum, die sich in den letzten Jahrzehnten am Fußball bereichert haben.

Man kann nur hoffen, dass diese nun sich allmählich öffnende Korruptionsmaschine tatsächlich in Zukunft ausgeschaltet bleibt, und das Spiel wieder das wird was es einmal war: Die schönste Nebensache der Welt.

*Eckhard Ernst Kupfer ist der Direktor des Martius-Staden-Instituts in São Paulo und Kommentator bei der wöchentlichen Radiosendung AHAI - Die deutsche Stunde der Gemeinden in Rio Grande do Sul, Santa Catarina und Paraná.

Audio: AHAI 1088 - ab Freitagmorgen bei BrasilAlemanha/Programa AHAI - Bloco 05



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