Colunistas

29/06/2012

matéria de: Anja Dullius

Lissi AHAI 934 - Text: Für wen ist unsere Stadt da? - Teil 2

Für wen ist unsere Stadt da?

Lissi Bender, Dozentin der santa-cruzense Universität UNISC – lissi@unisc.br

Liebe Freunde, fragt Ihr Euch nicht auch manchmal, für wen eigentlich unsere Stadt da ist? Ist sie für die Autos da oder für uns Menschen? Für die Geschäfte oder für uns Menschen? Für die Banken oder für uns Menschen? Für die Politiker oder für uns Menschen? Für die Architekten oder für uns Menschen? Unsere Stadt ist ein lebendiges Wesen. Sie hat ihre Geschichte und ihr Gesicht. Das ist ihr historisches Zentrum mit all ihren alten beschützten Gebäuden und alten noch übrig gebliebenen Pflastersteinen, auf denen viele Generationen ihre Fußabdrücke und ihre Träume hinterlassen haben. Das istihr Museum, in demjedermannGeschichte und Lebensart der Vorangegangenen besichtigen kann, damit sie nicht vergessen wird, und sie würdigt, denn ohne sie gäbe es unsere Stadt nicht. Das sind ihre Kirchen, in denen mit der Taufe das religiöse Leben aller Menschen der Stadt beginnt, das sind ihre Friedhöfe, in denen die Menschen ihre letzte Ruhe finden. Unsere Stadt ist ein lebendiges Wesen, das sind wir Menschen und unsere Wohnorten. Sie hat Nerven, das sind ihre Wege, Alleen und Straßen. Sie hat eine Seele, das ist ihre Identität, wozu auch ihrer deutschen Sprache gehört, die Anerkennung bedarf. Sie hat auch Blumen und Bäume, die zum  Leben unserer Stadt gehören und sieprächtig erscheinenlassen.

Unsere Stadt kann uns krank machen, aber sie kann uns auch gesund machen, sie kann uns betrüben oder uns glücklich machen. Also, für wen ist unsere Stadt da? Wenn es uns bewusst ist, dass sie für uns Menschen da ist, müssen wir dafür sorgen, dass sie genügend Raum für zwischenmenschlichen Kontakt bietet, dass sie tatsächlich für uns da ist. Unser Stadtzentrum muss Geräumigkeit für Kreativität bieten, muss Fröhlichkeit ausstrahlen.

Daher sollten wir, alle Menschen unserer Stadt, stets darum bemüht sein, dass unsere Stadt für uns da ist und nicht an erster Stelle für die Autos, die Politiker, für Geschäfte, Banken oder Architekten. Unser Stadtzentrum,muss frei von Autos sein, muss für uns Menschen da sein.

Unser Stadtzentrum sollte ein Ort sein, in dem es Raum für gemütliche Spaziergänge gibt, Plätze zum Ruhen und spazieren, wann, wo und wie wir möchten. Es muss ein Ort sein, in dem wir bummeln, träumen oder auch nichts tun können, wo wir Bücher, Zeitungen und Zeitschriften lesen können, wo wir Kontakte suchen und finden können, wo wir uns mit Freunde unterhalten können oder mit Menschen Gedanken austauschen können, wo wir  Kaffee und Kuchen genießen können, wo man Musik machen kann, kurz:ein Ort mit hoher Lebensqualität, frei von Autos, dafür mit großzügigen Fußgängerzonen, mit Blumen, Brunnen und Bäumen. Denkt daran, liebe Leserinnen und Leser, unsere Stadt ist so, wie wir sie machen! Dadurch können wir uns Glück - oder auch Missstimmungen bescheren.

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