Colunistas

10/09/2014

matéria de: Ekhard E. Kupfer

Kupfer AHAI 1047 - Rádio 250

Die brasilianischen Städte sind in den letzten Jahrzehnten überdurchschnittlich gewachsen. Die Attraktivität eines besseren Arbeitsplatzes war der Hauptgrund, ja es gab regelrechte Emigrationswellen; einmal aus dem Nordosten des Landes Richtung Südwesten und Süden, sowie aus dem Interior in die Städte. Dieser Zuwachs war nicht geplant und erfolgte nicht organisiert, er entwickelte sich spontan da mehr Nachfrage nach einfacher Arbeit herrschte. Dementsprechend wuchsen die Städte auch wild. Es entstanden neue Favelas und favelaartige Vorstädte, aber selbst in den besser situierten Stadtteilen, wuchsen die Hochhäuser viel schneller als Straßen und sonstige Transportwege.

Was aber völlig außer Acht blieb, war der Freizeitwert in solchen Neubaugebieten, und besonders die Schaffung von Grünanlagen. Das dies nicht immer so war, daran erinnert dieser Tage der 60. Geburtstag des Parks Ibirapuera in São Paulo. Auf 1,6 Quadratkilometer wurde bereits im Jahr 1954 ein herrlicher Freizeit und Kulturpark eröffnet, der den Millionen Bewohnern der Stadt täglich und besonders am Wochenende, die Gelegenheit zur Entspannung, zur sportlichen Betätigung und zum kulturellen Genuss durch Museumsbesuche gibt. Ob Fußgänger, Läufer, Radfahrer oder Skater, jeder findet irgendwo seinen Platz um sich sicher zu bewegen. Dazu wurde noch eine Flora geschaffen, die neben den traditionellen Bäumen welche, bereits vorher vorhanden waren, auch eine reiche Auswahl der brasilianischen Vegetation widerspiegelt.

Dass der Park sich auch nach 60 Jahren noch in einem guten Zustand befindet, und ungefährlich benützt werden kann, dies ist das Verdienst der Stadtverwaltung, aber auch der Aufmerksamkeit der Besucher.

Das einzige Problem ist, dass die Planer dieses schönen Parks im Jahr 1954 von der damaligen Bevölkerungszahl von etwas mehr als 2 Millionen ausgingen, die Stadt aber heute über fünf Mal mehr Bewohner zählt. Dementsprechend hätten in der Zwischenzeit fünf weitere Parks in der Größe des Ibirapueraparks eröffnet werden müssen, das ist nicht geschehen.

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