Colunistas

12/02/2014

matéria de: Ekhard E. Kupfer

Kupfer AHAI 1019, Radio 229

Angeblich leben wir in einer globalisierten Welt, das bedeutet Grenzen fallen, es wird dort produziert wo es am billigsten ist, Waren werden exportiert und importiert, Geld wird hin und her geschoben und man kann fast überall hinreisen. Ein Vorreiter dieser offenen Welt will die Europäische Gemeinschaft sein. Sie ermöglicht heute den Bürgern der meisten Mitgliedsstaaten den freien Verkehr, Wohnsitz und Arbeitsplatz innerhalb der Gemeinschaft. Die neutrale Schweiz, die im Herzen Europas liegt und von EU-Mitgliedern umzäunt ist, konnte  nicht anders, als sich den Regeln der Nachbarn anzuschließen. Schließlich erzielte das kleine Land damit auch große Vorteile, es konnte am freien Waren und Geldverkehr der Gemeinschaft uneingeschränkt teilnehmen. Diese Freiheit zog immer mehr Menschen an, da die Schweiz eine ganze Reihe von Vorteilen auf dem Arbeitsmarkt und bei der Steuerzahlung anbietet. 

Doch es gibt eine immer mehr wachsende Bevölkerungsgruppe, die sich von diesem Zuzug, oder auch Überfremdung des Landes bedroht fühlt. Deshalb wurde nach alten demokratischen Regeln eine Volksbefragung durchgeführt, und diese gewannen, zwar mit einer hauchdünnen Mehrheit, aber eben mit einer Mehrheit, die Gegner der freien Zuwanderung.Nun muss die schweizer Regierung, ob sie will oder nicht, binnen drei Jahren Regeln zu einer  Beschränkung des Zuzugs von Ausländern finden. Damit aber kündigt das Land eine recht komplexe und vielfältige Abmachung mit der EU auf. Das Land wird sich mehr isolieren. Ob dies der kleinen Schweiz zum Vorteil gereicht, muss abgewartet werden. Es ist jedoch zu befürchten, dass national denkende Gruppen in anderen Ländern, wie Holland, Frankreich aber auch in Deutschland, diesen Vorgang zum Anlass nehmen, ebenfalls Stimmung für eine Beschränkung der Zuwanderung von Ausländern  in ihren Ländern zu machen. Damit würde aber die Idee einer offenen, freien europäischen Gemeinschaft  Schiffbruch erleiden. Gerade die Kleinstaatlichkeit sollte überwunden werden, um auch in Zukunft im Konkurrenzkampf der freien Welt zu bestehen. Europa hat seine besten Zeiten schon etwas hinter sich, die Weltentwicklung geht weiter und ganz sicher immer mehr nach Osten.  

Der Bremsversuch der Schweiz ist keine Hilfe, um den Konkurrenzkampf mit den neuen Großmächten Asiens zu bestehen. Schade darum.

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