Colunistas

06/02/2014

matéria de: Ekhard E. Kupfer

Kupfer AHAI 1018, Radio 228

Fußball war einmal ein nobles Spiel, das nur die weiße, gehobene Klasse spielen durfte. Als Anfang des 20. Jahrhunderts ein begabter Mulatte in São Paulo einen Verein suchte, wurde er abgewiesen. Erst durch die Intervention seines deutschen Vaters, konnte Artur Friedenreich an den Spielen in São Paulo teilnehmen. Er war dann so erfolgreich und von den Gegnern gefürchtet, dass er bei der südamerikanischen Meisterschaft von den Uruguayern als „ el tigre“ bezeichnet wurde. Auch in anderen Ländern blieb Fußball ein Herrensport. Das ist lange her. In den letzten 60 Jahren ist er fast auf der ganzen Welt zum Volkssport geworden, aber besonders in Europa und Lateinamerika zu einem Sport der Massen. Wobei jedoch keineswegs die große Mehrzahl der Bevölkerung Fußball spielen, sie schauen nur zu.  Und da liegt die Schwierigkeit, wenn ich einen Sport betreibe, kann ich die Leistung der anderen einschätzen und bewundern. Wenn ich aber nur auf den Tribünen oder gar nur vor dem Fernseher sitze, dann laufe ich Gefahr, dass ich alles besser weiß und jeden Fehler kritisiere. Kritisieren ist aber leichter als gestalten, besonders wenn es auch noch um einen runden Ball geht, den man noch nicht einmal festhalten kann. Man vergisst leicht, dass gerade die nie erreichte Perfektion den Reiz des Spiels ausmacht. 

Im Laufe der Zeit haben sich Zuschauer organisiert, auch zu Mannschaften, um ihr Team anzufeuern, auf Reisen zu begleiten und es damit zu stimulieren. Das bringt ein besonderes Verhältnis zwischen beiden Seiten. Doch immer wieder wird diese eigentlich enge und gute Beziehung  durch Rowdies gestört, die von Fußball wenig verstehen, und ins Stadion gehen um ihren Lebensfrust auszutoben. Sie können auch gar nicht beurteilen, dass ihr Verein verliert, weil der andere einfach besser spielt, nein sie toben dann ihre Enttäuschung an allem aus, an Sachen, an anderen Zuschauern, an der Polizei und nun, wie im Falle Corintians  in São Paulo geschehen, auch an den Spielern. Wenn ein  Spieler  schwer gefault wird,kann der Schiedsrichter einschreiten und den Täter vom Platz weisen kann. Genau das sollte mit den Aggressoren in Stadien gemacht werden, sie ausschließen oder noch härter bestrafen.  

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