Colunistas

09/08/2014

matéria de: Ekhard E. Kupfer

Kupfer 1044, Radio 247

Wie kann man einen Krieg vermeiden ?

Wie man es nicht kann oder auch nicht will, hat man im Konflikt zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen gesehen. Die Hamas hat solange provoziert, bis Israel reagieren musste, und dies in einer Form, dass selbst treue Israelsympathisanten sich zumindest distanzierten. Dabei wäre der Konflikt durchaus zu lösen, wenn nur beide Seiten es wollten, aber die Ideologie liegt zu weit von einander entfernt. Es ist zu befürchten, dass dies nicht der letzte Schlagabtausch zwischen den beiden verfeindeten Parteien war.

Fast noch kritischer sieht die Situation in der Ukraine aus, und dieser Konflikt hat etwas von einem großen Flächenbrand in sich, denn hinter den kämpfenden Parteien stehen die stärksten Mächte dieser Welt. Auf der einen Seite die USA und Europa, und auf der anderen Seite Russland.  Der Westen will den russischen Präsidenten Putin dazu zwingen, die von ihm unterstützten Kämpfer im Osten der Ukraine zurückzuziehen, der Russe verwehrt sich gegen die westliche Einmischung in den nationalen Konflikt einer ehemaligen Sowjetrepublik. Zug um Zug werden die Daumenschrauben angezogen, erst verhängt der Westen Sanktionen, dann wird über der Ukraine ein ziviles Flugzeug mit nahezu 300 Personen abgeschossen, und nun verhängt Russland ein Importverbot für Nahrungsmittel aus den USA und Europa. Die Spannung steigt damit um eine weitere Stufe. Es gibt schon Stimmen, die vor einem 3. Weltkrieg warnen, denn auch die beiden vorherigen begannen in Europa mit Regionalkonflikten.  Die Frage ist derzeit, wie weit reizen beide Seiten ihre Karten aus? Wirtschaftsblockaden so schmerzlich sie für die Exportländer und für die russische Bevölkerung sein mögen, zwingen niemand zum Einlenken. Was wird der nächste Schritt sein? Russland spricht schon von einem Überflugverbot für westliche Fluglinien nach Ostasien, das wird dann richtig teuer. Aber lenkt der Westen dann ein? Er kann sich nicht vor Putin beugen, und dieser hätte bei einem Nachgeben innenpolitische Schwierigkeiten zu erwarten.

Hundert  Jahre sind seit dem Attentat von Sarajewo vergangen, fünfundsiebzig seit dem deutschen Einmarsch in Polen. Es scheint, dass selbst die alte Welt und die beiden Großmächte nichts gelernt haben, was soll man dann von den Kämpfern im Nahen Osten erwarten?

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