Colunistas

15/04/2014

matéria de: Ekhard E. Kupfer

Kupfer 1028, Radio 237 - Sie können es nicht

Wir erleben es ja jeden Tag, dass zwischen der offiziellen Nachricht über den Stand der Fußballweltmeisterschaft, und den Presseberichten, ein großer Unterschied besteht. Noch sind nicht alle Stadien fertig, und ob das Corintiansstadion in São Paulo bis zum Eröffnungsspiel alle Tribünen und Sitzplätze installiert hat, kann derzeit noch niemand garantieren. Aber es sind ja noch 60 Tage, für brasilianische Verhältnisse – viel Zeit. Dass die Flughäfen, und die Wege zu den Stadion nicht den Vorstellungen der FIFA entsprechen, das nimmt man hin, Brasilien ist schließlich stark im Improvisieren.

Nun ging aber letzte Woche eine Nachricht durch die Medien, die noch mehr Sorge macht, denn Rio de Janeiro, a cidade maravilhosa, wird in etwas mehr als 2 Jahren die Olympischen Spiele austragen, und es ist noch kaum etwas gebaut. Den Zuschlag hat die Stadt bereits 2009 erhalten, vor 4 Jahren und geschehen ist wenig. Das lokale Organisationskomitee hat mehrmals die Geschäftsführer gewechselt, weil Personen wie der ehemalige Zentralbankchef Henrique Meirelles, sich gegen die Politiker und den Verwaltungsapparat Rios nicht durchsetzen konnten.

Das Internationale Olympische Komitee hat nun die Notbremse gezogen, und wird ein eine eigene Truppe vor Ort einsetzen, die noch retten soll was zu retten ist. Mit anderen Worten, ehe alles schiefgeht, hat man dem Bürgermeister der Stadt ,Eduardo Paes die Zügel aus der Hand genommen. Ob aber die internationalen Berater sich gegen die Mauer von Inkompetenten, sowohl in Rio de Janeiro als auch in Brasilia, durchsetzen können ist fraglich. Es steht nicht nur der Ruf der Stadt und des Landes auf dem Spiel, sondern auch der Name des neuen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach. Für ihn wäre es ebenso blamabel, wenn die Spiele nicht wie geplant durchgeführt werden könnten.

Wenn man aber darüber nachdenkt, was das Land zwischen 2007, als die Fußballweltmeisterschaft vergeben wurde und heute fertiggestellt hat, und was zwischen 2009 und heute in Rio de Janeiro für die Olympiade erstellt wurde, dann kommt man einfach zu dem Schluss: Sie können es nicht ! Oder noch schlimmer, sie wollen es nicht können. Denn ungeplant und unter Zeitdruck zu bauen, bringt gewissen Kreisen viel mehr Geld.

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