Colunistas

23/07/2014

matéria de: Henning Fülbier

Fuelbier 1042 - Kom 133

Demeter

 

Zur Zeit mache ich Urlaub im Süden Deutschlands auf der Schwäbischen Alb. Die dünn besiedelte Landschaft wird von kleinen Dörfern mit hübschen, alten Fachwerkhäusern und landwirtschaftlichen Betrieben geprägt. In manchen Orten findet man Bauernhöfe, die ein rot leuchtendes Schild mit der Aufschrift „Demeter“ tragen. Demeter ist die griechische Göttin der Fruchtbarkeit.

Höfe mit dem „Demeter-Zeichen“ arbeiten nach biologisch-dynamischen Prinzipien. Es handelt sich um die weltweit älteste Form der ökologischen Landwirtschaft. Sie feiert in diesem Jahr ihr 90-jähriges Jubiläum und geht auf den Anthroposophen Rudolf Steiner zurück. Er ist auch der Begründer der Waldorf-Pädagogik und der anthroposophischen Medizin. Weltweit haben sich 5.000 Bauern in 50 Ländern, übrigens auch einige in Brasilien, zusammengeschlossen und arbeiten nach den strengen Richtlinien des Verbandes.

In der biologisch-dynamischen Landwirtschaft sind synthetischer Dünger und Pflanzenschutzmittel verboten. Ein wichtiges Ziel ist die Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit. Dies soll durch Heilpflanzen, Mineralien und Kuhmist geschehen. Daher hat jeder Demeterhof auch eine Tierhaltepflicht.

Doch Demeterhöfe sind keine Agrofabriken, in denen Tiere auf engstem Raum gehalten und prophylaktisch mit Medikamenten vollgepumpt werden. Die artgerechte Tierhaltung ist selbstverständlich. Demeterbauern sorgen zugleich für Artenreichtum und sehen ihre Aufgabe darin, zur Pflege der Landschaft beizutragen, indem sie sich z.B. um Hecken und kleine Biotope auf den Feldern kümmern. Tiere und Pflanzen sollen optimale Bedingungen für ihr Gedeihen vorfinden.

Vielfalt statt Einfalt lautet das Motto biodynamischen Wirtschaftens. Keine langweilige Monokultur von Soja und Mais! Keine Gentechnik! Der Erfolg spricht für sich. Demeter-Produkte hatten in den letzten Jahren in Deutschland enorme Zuwachsraten. Eine englische Studie, die vor wenigen Tagen herausgekommen ist, bescheinigt Bioprodukten durchweg einen höheren Nährstoffgehalt als herkömmlich produzierten.

Ich finde den Impuls, der von dieser Form der Landwirtschaft ausgeht, durchaus bedenkenswert.

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