Colunistas

24/04/2014

matéria de: Henning Fülbier

Fuelbier 1029 Kom-156 / Stolpersteine - Denkmäler der Erinnerung

Sollten Sie einmal die Gelegenheit haben, nach Deutschland zu reisen, werden Ihnen an manchen Orten kleine, golden glänzende Quadrate auffallen. Es sind winzige Gedenkplatten, die aus Messing gemacht und ungefähr 10 mal 10 cm groß sind. Sie wurden fest auf dem Fußboden befestigt, in der Regel vor Wohnhäusern, so dass man als Fußgänger fast darüber stolpert.

Das ist auch so beabsichtigt. Der Künstler Günter Demnig verlegte im Jahre 1996 die ersten dieser Platten. Er wollte damit an das Schicksal der vielen Juden, die im Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden, erinnern. Allein in Berlin gab es mehr als 50.000 Opfer. Jede Gedenkplatte vor einem Wohnhaus, in dem ein jüdischer Mitbürger wohnte, beginnt mit den Worten "Hier wohnte ..." Dann folgt ein Name, das Geburtsjahr und das Jahr der Deportation.

In ganz Europa gibt es inzwischen mehr als 40.000 Platten, in Berlin sind es über 5.000. Hier haben sich in allen Stadtteilen Initiativen gebildet, die die Biografien der Opfer recherchieren und Kontakt zu möglichen Nachfahren aufnehmen. In einer öffentlichen Feier wird bei der Einweihung eines neuen Stolpersteins der Menschen gedacht, die während der Nazizeit ums Leben kamen.

Für Helmut Lölhöffel, dem Leiter einer Berliner Initiative, dienen die Stolpersteine der Erinnerung und der Würdigung der Opfer, deren Namen ins Gedächtnis zurückgerufen werden sollen. Wer die Schrift auf den kleinen goldenen Plättchen lesen will, muss sich still vor den Opfern verneigen.

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